Das Aus von Eichbaum: Ein Verlust für Mannheim
Vor wenigen Monaten hofften wir, Eichbaum könne mit einem tragfähigen Konzept die Krise überwinden. Jetzt müssen wir feststellen: Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt.
Mit dem angekündigten Aus der Eichbaum-Brauerei verliert Mannheim seinen ältesten Betrieb. Neben einem Teil unserer Stadtgeschichte ist Eichbaum ein Stück Heimat und gelebte Handwerkstradition für viele Menschen. Für die rund 240 Beschäftigten bedeutet diese Nachricht vor allem große Unsicherheit und den Verlust ihres Arbeitsplatzes.
„Die Berichte von der Betriebsversammlung klingen schlimm und gehen unter die Haut. Dabei geht es um Menschen, die oft über viele Jahre mit vollem Einsatz für Eichbaum gearbeitet haben. In einer Industriestadt wie Mannheim entscheidet sich wirtschaftlicher Erfolg auch daran, wie wir mit Menschen in Krisen umgehen. Jetzt brauchen die Beschäftigten keine warmen Worte, sondern schnelle Unterstützung“, erklärt Daniel Bockmeyer, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der Fraktion Die GRÜNEN/Die PARTEI.
Alice van Scoter, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die GRÜNEN/ Die PARTEI ergänzt: „Mit Eichbaum verliert Mannheim weit mehr als eine Brauerei. Das Unternehmen steht seit Jahrhunderten für regionale Wertschöpfung, Handwerk und industrielle Identität. Der Verlust ist schmerzhaft – für die Beschäftigten und für unsere Stadt. Es wird erneut deutlich, wie wichtig eine aktive Wirtschaftspolitik ist, die gute Rahmenbedingungen schafft, industrielle Arbeitsplätze sichert und die wirtschaftliche Stärke Mannheims erhält.“
Unser Dank gilt den Beschäftigten, dem Betriebsrat, der Gewerkschaft NGG und allen, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement für den Erhalt der Brauerei eingesetzt haben.




