Einführung des Bezahldienst Wero – mehr Wahlmöglichkeiten im digitalen Payment bei Behördengängen mit europäischer Alternative ermöglichen

Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 28.04.2026
Der Gemeinderat beschließt:
- Die Bezahlmöglichkeiten von Verwaltungs- und weiteren geeigneten Dienstleistungen werden um den europäischen Bezahldienst Wero[1] ergänzt.
- Die Eigenbetriebe beziehungsweise geeignete öffentliche Unternehmen werden gebeten, dies ebenfalls zu ermöglichen.
Begründung
Digitales Payment ist in vielen Bereichen ein völlig normaler Vorgang, so auch bei Behördengängen. Neben elektronischer Kartenbezahlung wie Kreditkarte oder Giropay hat Mannheim bereits PayPal als Zahlungsmittel in Behörden eingeführt, um digitale Dienste zu modernisieren. Für die Kund:innen ist das eine willkommene Erweiterung, die aber gleichzeitig die Abhängigkeit von nicht europäischen Bezahldienstleister:innen erhöht und Fragen hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensouveränität aufwirft.
Die European Payments Initiative, ein Zusammenschluss großer europäischer Banken und Zahlungsdienstleister, bietet mit Wero ein eigenständiges europäisches Zahlungssystem an. Die Infrastruktur unterliegt europäischem Zahlungsrecht und der Datenschutzgrundverordnung, die Server sind in Europa beheimatet und die Governance auf Europa fokussiert. Für die Kund:innen liegen die Vorteile auf der Hand: Es ist keine zusätzliche Registrierung bei einem globalen Tech-Konzern nötig, sondern Wero ermöglicht die Nutzung über die eigene Bank beziehungsweise Banking-App und die Nutzer:innen benötigen auch kein Wallet bei eine:r Drittanbieter:in, sondern führen direkte SEPA-Überweisungen durch.
Wero bietet Bezahlmethoden für den Online-Handel und Geschäfte vor Ort und bietet sich somit auch für die Bezahlung zum Beispiel bei Behördengängen an. Das ist die perfekte Gelegenheit für Mannheim als Smart-City-Stadt Deutschlands, eine europäische und souveräne Zahlungsmöglichkeit anzubieten.
[1] https://wero-wallet.eu/de




