Hitze in der Stadt – Es besteht dringender Handlungsbedarf!

Die zunehmende Hitze ist für alle spürbar. Die vergangene Woche hat gezeigt, wie stark Mannheim bereits betroffen ist. Neben der Lage im Oberrheingraben tragen die fortschreitende Versiegelung und der Verlust von Grünflächen dazu bei, dass sich unsere Stadt immer stärker aufheizt. Die Klimakrise verschärft diese Entwicklung.

Straßen, Gehwege, Häuser und Fahrzeuge können sich über den Tag auf über 60°C aufheizen und geben die gespeicherte Wärme nachts nur langsam ab. Das macht nicht nur den Tag unerträglich, sondern raubt uns auch die Nachtruhe!

Was ist zu tun?

Entsiegeln, begrünen, beschatten! Die Stadt hat auf Initiative der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion Konzepte dafür erarbeitet. Dazu gehören die Strategie zur Klimafolgenanpassung (2019), der Hitzeaktionsplan (2021) und ein Entsiegelungskonzept. Einige Maßnahmen daraus wurden umgesetzt, es muss aber schneller gehen.

Die städtische Smart City GmbH veröffentlicht aus einem flächendeckenden Messnetz Klimadaten, die zeigen wie stark einzelne Stadtteile betroffen sind (bit.ly/4eQrEec).

Besonders dicht bebaute Stadtteile wie die Innenstadt und die Neckarstadt sind erwartungsgemäß stark von Hitze betroffen. Die 41 °C in Alt-Feudenheim zeigen jedoch, dass die Hitzebelastung längst die ganze Stadt betrifft. Deshalb braucht es gesamtstädtische Maßnahmen.

Was ist kurzfristig trotz knapper Kassen leistbar?

Baumpflanzungen müssen weiterhin konsequent vorangetrieben werden. Gleichzeitig erwarten wir von der Stadt mehr Engagement bei der Kontrolle und dem Rückbau von Schottergärten. An stark frequentierten Plätzen können Sprühnebelanlagen kurzfristig für Abkühlung sorgen. Auch bodengebundene, seilgeführte Fassadenbegrünungen sind eine einfache und kostengünstige Maßnahme. Hier sollte die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. Gleichzeitig können auch Hauseigentümer*innen einen Beitrag leisten – die Klimaschutzagentur bietet hierzu Beratung an.

Anpassungen an den Klimawandel müssen als Pflichtaufgaben verstanden werden. Die notwendigen Konzepte liegen bereits vor! Hier sehen wir Bund und Land in der Pflicht, mit angepassten Förderprojekten die Kommunen zu unterstützen. Damit wir auch in Zeiten knapper Kassen notwendige Maßnahmen umsetzen können! Denn nur so bleibt Mannheim lebenswert für die Bewohner*innen sowie ein attraktiver Standort für Wirtschaft und Einzelhandel.

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02. Juli 2026
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