Neubau des Kombi-Bads Herzogenried im Passivhaus-Standard


Der Gemeinderat beschließt:

  1. Der Neubau des Kombi-Bads Herzogenried soll unter höchsten energetischen Standards, idealerweise im 0-Energiehaus-Standard, erfolgen.
  2. Darüber hinaus soll unter Berücksichtigung klima- und energiepolitischer Belange, sowie statischer Gegebenheiten der Dachfläche die Errichtung von Dach-Photovoltaikanlagen in Kombination mit Dach- oder Fassadenbegrünung anvisiert werden.
  3. Falls die statischen und architektonischen Voraussetzungen des Gewinners der Ausschreibung für Punkt 2 nicht gegeben, sind müssen Anpassungen vorgenommen werden.

 

Begründung:

Der Bau des Kombi-Bads Herzogenried steht kurz bevor. Der Betrieb von Hallenbädern ist mit erheblichen laufenden Kosten verbunden. Bedeutenden Anteil daran tragen die Energiekosten, welche für Beheizung, Entfeuchtung und Warmwasserbereitstellung aufgewendet werden müssen. Durch Neubau in Passivhausstandard werden diese laufenden Kosten immens gesenkt.

Der Mannheimer Gemeinderat hatte sich im Oktober letzten Jahres in seiner Erklärung dem 1,5°C Ziel der Vereinten Nationen (UN) und der Bekämpfung der Klimakrise verpflichtet. Nun gilt es Worten bei den entsprechenden Vorhaben der Stadt konkrete Taten folgen zu lassen. Ein solches Bauvorhaben, für mehrere Jahrzehnte errichtet, wird den kommunalen Energieverbrauch für Jahre prägen. Der Anspruch der Stadt Mannheim sollte gemäß des Leitbilds 2030 sein, neu realisierte öffentliche Bauprojekte, wie Schwimmbäder, so klimafreundlich wie möglich zu bauen und zu betreiben. Ein Beispiel hierfür konnten bereits Bamberg und die Stadt Lünen mit ihren Passivhaus-Hallenbädern liefern. Die Stadt Mannheim kann hier ebenfalls vorbildlich handeln.

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05. Mai 2020
Kategorien: Anträge 2020 | Schlagwörter: , |