N-Wort als rassistisch ächten

Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 02.07.2020

Der Gemeinderat beschließt:

Die Stadt Mannheim erkennt an, dass die Verwendung des N-Wortes eindeutig rassistisch ist und setzt sich dafür ein, dass jegliche Verwendung des Wortes in Mannheim geächtet wird.

Begründung:

Schwarze Deutsche werden alltäglich mit dem N-Wort beschimpft. Es hinterlässt psychologische Narben, die Ängste und Albträume verursachen. Sie fühlen sich zutiefst verletzt, weil sie das
Opfer rassistischer Unterdrückung geworden sind. Schwarzen Menschen und People of Color (PoC) verbinden das Wort mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung.

Das N-Wort ist mit einer Vielzahl von rassistischen Stereotypen verbunden. Als europäisches Konstrukt der Kolonialzeit wurde es verwendet, um eine rassistische Unterscheidung herzu-stellen, Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende Strukturen zu festigen.

Am 17.3.2020 hat die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) einen Bericht vorgelegt, in dem u.a. eine intensivere Prävention und Bekämpfung von Rassismus gefordert wurde.

Wo Rassismus hinführt, bekommt die Welt gerade wieder vor Augen geführt nach der Ermordung des Schwarzamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten.

Nach dem Vorbild des Rates der Stadt Köln sollte auch in Mannheim, einer Stadt der Vielfalt, der Einsatz gegen Rassismus eine Selbstverständlichkeit für Politik, Verwaltung und Gesellschaft werden.

https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59448/das-n-wort

https://www.facebook.com/nwortstoppen/posts/151706036414960

https://www.dw.com/de/demonstration-in-hamburg-nie-wieder-das-n-wort/a-52266817

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16. Juni 2020
Kategorien: Anträge 2020 | Schlagwörter: , |