Sicherung der Waldstrukturen auf dem Gelände der Spiegelfabrik für Naherholung und Natur

Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 03.03.2020

Der Gemeinderat beschließt:

– Die Verwaltung informiert den Gemeinderat über die planerische Einstufung der noch vorhandenen Baumbestände, ob diese Flächen ebenfalls als Wald eingestuft sind.

– Die Verwaltung informiert über die aktuelle naturschutzfachliche und artenschutzfachliche Qualität der Flächen.

– Die Verwaltung prüft die Möglichkeiten, die verbliebenen großen Waldflächen auf dem Gelände von St. Gobain dauerhaft zu sichern, auch der Ankauf der Flächen soll geprüft werden und gerodete Flächen wieder aufgeforstet werden.

– Die Wirtschaftsförderung soll die Untere Naturschutzbehörde bei weiteren Gesprächen mit den Grundstückseigentümern mit einbeziehen.

– Mittelfristig soll ein Pflegekonzept für die weitere Entwicklung erstellt werden.

– Welche Pläne wurden vonseiten der Investoren und Interessenten der Verwaltung bzw. der Wirtschaftsförderung mitgeteilt? Und wie hat sich die Verwaltung zu einer gewerblichen Nutzung positioniert?

– Stimmt es, dass dort ein Baumarkt und Hotel geplant ist?

– Warum wurde, obwohl vom BBR erbeten, über die Entwicklungen auf dem für den Luzenberg zentralen Gelände nicht berichtet?

Begründung:

Nach der großflächigen, Rodung des Baumbestands vom 14.2.2020 muss schnell sichergestellt werden, dass die massiven Eingriffe ausgeglichen werden und der Wald aufgeforstet wird. Es darf kein Präzedenzfall entstehen, der ein solches Vorgehen als kostengünstiges Verfahren zur Erreichung des Baurechts bzw. der besseren Vermarktung ermöglicht.

Darüber hinaus ist es notwendig, die verbliebenen Waldflächen auf dem Gelände von St. Gobain in ihrer Qualität zu sichern. Sie sind für den Stadtteil Waldhof/Luzenberg von hohem Wert. Die Bürger drängen schon seit vielen Jahren darauf, dass die Stadt aktiv wird und die Flächen für die Bürger*innen und die Natur sichert und Möglichkeiten der öffentlichen Zugänglichkeit prüft. Erst am 12.2.2020 hat sich der BBR mit dem Thema beschäftigt.

Die waldartigen Bestände im stark versiegelten Gewerbegebiet sind auch aus klimatischer Sicht von hoher Bedeutung und im Sinne des Leitbild 2030 und der Strategie zur Klimafolgenanpassung unbedingt schützenswert.

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03. März 2020
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