Für einen attraktiven Marktplatz im Herzen der Stadt

GRÜNE fordern differenzierte Diskussion über die Entwicklung des Platzes

Die Schließung des Café Journal ist eine beispielhafte Konsequenz der freien Marktwirtschaft. Die genauen Gründe für die Schließung sind nicht bekannt, da der Betreiber sich nicht dazu äußert. Das Aus eines beliebten Cafés wirft aber auch ein Schlaglicht auf die existenzielle Bedrohung vieler Betriebe durch Corona auch gerade in der urbanen Gastronomie.

Stadträtin Melis Sekmen, die wirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion, kommentiert die Diskussion um die Schließung des Cafés:
„Natürlich bedauern wir die Schließung, da das Café Journal mit seinem vielfältigen Angebot zum attraktiven Flair des Marktplatzes beigetragen hat. Die Vielfaltsdiskussion betrachte ich an der Stelle als zu spät und nicht zutreffend. Stadtpolitisch wurde vorher die Chance verpasst gemeinsam mit den Anwohner*innen ein vielfältiges Konzept für das Quartier umzusetzen. Gewerbetreibende haben sich an diesem Platz ihre Existenz aufgebaut und tragen zur Wirtschaftskraft der Stadt bei. Sie nun für die fehlende Vielfalt in die Pflicht zu nehmen, ist an dieser Stelle nicht fair.

In die Privatwirtschaft mit kommunalen Hebeln zu intervenieren, ist schwierig. Hier fehlt uns als Kommune die rechtliche Handhabe. Aufgrund der hohen Anzahl der Grillrestaurants und dem dadurch verursachten Rauch leidet die Aufenthaltsqualität auf dem Platz und die Lebensqualität der Anwohner*innen. Wir werden uns weiterhin für strengere Umweltauflagen und deren Umsetzung einsetzen.

Auch als Konsument*innen können wir vieles durch unser Einkaufsverhalten bewirken und dafür sorgen, dass uns wichtige Institutionen erhalten bleiben. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Für den zentralen Platz unserer Innenstadt wünsche ich mir, dass er weiterhin für alle Menschen attraktiv bleibt und diese Diskussion differenziert und zum Wohle aller Mannheimer*innen geführt wird.“

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Korrektur: Bei der folgender Formulierung ist uns leider ein Fehler unterlaufen:
„Hierfür haben wir bereits einen Fonds für die Finanzierung von stärkeren Filtern gefordert und werden uns weiterhin für strengere Umweltauflagen und deren Umsetzung einsetzen. Aus diesem Fonds wurden bereits erste wirkungsvolle Filter angeschafft.“

Diesen Fonds hat die GRÜNE Fraktion zwar beantragt, er wurde jedoch nicht beschlossen. Der bestehende Filter wurde privat finanziert.
Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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23. Juni 2020
Kategorien: Pressemitteilungen | Schlagwörter: , |